Ratgeber · Ernährung & Tiergesundheit

Wie sollte das ideale Hundefutter aussehen?

Woran erkennt man hochwertiges Hundefutter? Ein Überblick über Fleischanteil, Deklaration, Zusatzstoffe, Getreide und die Verdauung als Gradmesser für die richtige Wahl.
Lesedauer: 4–5 Minuten · Stand: Juli 2026 · Ernährung & Tiergesundheit
Wie sollte das ideale Hundefutter aussehen?

Das ideale Hundefutter zu haben ist entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden des vierbeinigen Freundes. Jetzt kann man sich fragen, woran man ein qualitativ hochwertiges Futter erkennt?

Grundsätzlich sollte die Ernährung des Hundes ausgewogen sowie artgerecht sein. Außerdem müssen das Alter des Tiers, mögliche Erkrankungen oder Unverträglichkeiten beim Futter mit berücksichtigt werden.

Aber bei der Vielzahl an Produkten, die es auf dem Markt gibt, kann die Wahl des richtigen Futters zu einer Herausforderung werden und besonders Hundeanfänger verunsichern, sodass sie sich nicht für ein Futter entscheiden können oder unter Umständen das falsche wählen.

Hier nun nachfolgend einige Tipps, worauf man als Hundehalter achten sollte, wenn es um ein hochwertiges und passendes Hundefutter geht:

Das richtige Verhältnis zwischen Fleisch- und Gemüseanteil

Ein hochwertiges Hundefutter, wie z.B. das Reico-Trockenfutter, sollte einen Fleischanteil von ca. 60 bis 70 % enthalten. Fleisch dient als wichtige Eiweißquelle, welche für den Muskelaufbau sowie für die allgemeine Gesundheit von Hunden nötig ist. Aber auch ein Gemüse- und Obstanteil sowie Öle und ballaststoffreiche Zusätze sind wichtig, um den gesamten Nährstoffbedarf eines Hundes abzudecken. Es sollte halt nur darauf geachtet werden, dass die Fleischqualität hoch ist und keine minderwertigen Schlachtabfälle oder ein minderwertiger pflanzlicher Anteil enthalten sind.

Hundefutter und Kausnacks bei Krankheiten und Unverträglichkeiten richtig wählen

Auch Hunde können an Unverträglichkeiten, Futtermittelallergien und Krankheiten leiden. Es ist nicht immer einfach, die richtige Diagnose bei einem Tier zu stellen. Eine Ausschlussdiät kann Aufschluss bieten und man kann verschiedene Diätfutter testen, um die Verträglichkeit auf die Probe zu stellen. Sobald aber eine Diagnose erfolgt, ist es wichtig, als Hundebesitzer in der Zukunft auf Futter und auch Kausnacks auszuweichen, welche für Futtermittelallergiker geeignet sind. Bei speziellen Krankheiten wird man vom Tierarzt besonderes Futter empfohlen bekommen.

Auf die Deklaration der Inhaltsstoffe beim Hundefutter achten

Ein Zeichen für hochwertiges Hundefutter kann eine offene Deklaration der Inhaltsstoffe auf der Verpackung sein. Handelt es sich um eine geschlossene Deklaration, werden die Inhaltsstoffe nur in Gruppen zusammengefasst. Man sollte aber jeden Bestandteil mit genauer Konzentration klar erkennen können. So helfen Angaben zu Rohprotein, Rohfaser, Rohfett sowie Rohasche, die Futterqualität besser beurteilen zu können.

Folgende Werte für Trockenfutter werden als ideal bezeichnet

  • 21 bis 25 % Rohprotein
  • 2 bis 5 % Rohfaser
  • 10 bis 12 % Rohfett
  • unter 10 % Rohasche

Zusatzstoffe und Zucker sollten vermieden werden

Farbstoffe, Zucker sowie minderwertige Nebenerzeugnisse sollten sich nicht in einem guten Hundefutter befinden. Zucker versteckt sich auch hinter Namen wie Melasse oder Malzkeime. Zucker kann die Zahnsteinbildung fördern. Ebenso sollten Geschmacksverstärker als auch künstliche Aromen vermieden werden. All das sind wichtige Informationen über Hundefutter und es gibt natürlich noch mehr nützliche Informationen zu diesem Thema.

Getreide ja oder nein?

Im Hundefutter sollte Getreide nicht der Hauptbestandteil sein. Es kann zwar Energie sowie Kohlenhydrate liefern, doch häufig ist der Hunde-Verdauungstrakt nicht optimal darauf eingestellt. Kartoffeln sowie andere Gemüse können bessere Alternativen sein, wenn der Kohlenhydratbedarf abgedeckt werden soll.

Auf die Verdauung des Hundes achten

Man kann an den Ausscheidungen eines Hundes ganz gut erkennen, ob das Hundefutter gut vertragen wird. Setzt ein Hund nur 1 bis 2 Mal jeden Tag festen Kot ab und zeigt er sonst auch keine bedenklichen Auffälligkeiten, wird das Futter sehr wahrscheinlich gut vertragen. Leidet das Tier dagegen unter häufigem, weichen Kot und/oder hat es oft Blähungen, sollte man das Futter überprüfen. Außerdem sollte man immer wieder die Futtermenge und das Gewicht des Hundes überprüfen, um Übergewicht sowie weitere gesundheitliche Probleme zu vermeiden.

Foto von Adriana Morales auf Pixabay